Nickeneck – du lieber Schreck!

Gedanken, die die Welt nicht braucht.

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit

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Eigentlich läuft dieser Blog mit dem Untertitel “Gedanken, die die Welt nicht braucht”. Der heutige Beitrag passt aber nicht so richtig in dieses Schema.

Heute ist der 3. Oktober. Seit 26 Jahren ist das in Deutschland der Nationalfeiertag, weil sich heute vor 26 Jahren zwei deutsche Staaten wiedervereinigt haben.

Es wäre eigentlich ein Grund stolz auf das zu sein, was wir erreicht haben. Die vom damaligen Bundeskanzler versprochenen “Blühenden Landschaften” gibt es noch nicht überall. Und trotzdem geht es uns Menschen gut. Denen im Osten und auch denen im Westen. Und den meisten geht es einfach nur zu gut. Viel zu gut.

Wir sollten stolz darauf sein, dass wir als wirtschaftlich starkes Land in Europa und in der Welt einen Platz gefunden haben. Niemand muss bei uns Hunger leiden. Wir verlassen morgens das Haus um zur Arbeit zu gehen und wir müssen keine Angst davor haben, durch sinnlose Gewalt und Krieg unser Leben zu verlieren. Wir können in den Supermarkt gehen und uns Nahrung kaufen die wir wollen, nur weil es uns schmeckt. Und nicht weil wir hungern. Wir fahren dicke Autos und haben alle zwei Jahre ein neues topmodernes Smartphone.

Das alles haben wir gemeinsam geschafft. In den letzten 26 Jahren mit unterschiedlicher politischer Richtung, aber es ging immer vorwärts. Und dafür sollten wir dankbar sein und diese Dankbarkeit mit den Menschen teilen, denen es nicht so gut geht. Immer ging es nur aufwärts. Die Zahl der Arbeitslosen wurde massiv gesenkt. Wer keine Arbeit hat oder nur wenig verdient hat die Möglichkeit Unterstützung zu erhalten. Unterstützung, die von allen kommt. Einige sehen diese Unterstützung aber als Selbstverständlichkeit an und haben nun – in dieser Zeit in der fremde Menschen unsere Hilfe benötigen – Angst davor etwas von ihrer Bequemlichkeit zu verlieren.

Die mir bekannten Leute die immer wieder schreien dass ihnen die Flüchtlinge die Arbeitsplätze wegnehmen, die haben seit vielen Jahren keinen Arbeitsplatz gehabt. Statt dessen wird in sozialen Netzwerken noch darüber geschimpft dass man wegen einer “Scheiß Maßnahme” früh um acht Uhr aufstehen muss und dann den ganzen Tag das RTL-Programm versäumt.

Überall verbreiten sich Meldungen über angebliche Übergriffe. Über Unhöflichkeit, Diebstahl, Verwahrlosung. Und diese Meldungen verbreiten sich rasend schnell. Aber keiner kann einem einen konkreten Zwischenfall aus eigener Erfahrung schildern. Immer nur Gerüchte.

Meine Erlebnisse beschränken sich darauf, dass mich die beiden jungen Männer im Discounter vor einiger Zeit an der Kasse vorgelassen haben. Ihr Einkaufskorb war voll, ich hatte nur zwei Kartons Milch. Sie haben mir zugenickt und das fand ich nett. Und nicht so egoistisch wie der alte Rentner, der einen kompletten Einkaufswagen voll Einwegflaschen einzeln in den Leergutautomaten wirft und mich deshalb zehn Minuten mit einem einzigen Mehrweg-Kasten warten lässt (Für Unwissende: Bei einem Mehrweg-Kasten werden gleich zwölf Flaschen auf einmal angenommen, geht viel schneller.)

Oder letztes Jahr die beiden, die in der Wohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Dort wurde jeden Tag das Bett gemacht und regelmäßig zog einer der beiden Männer mit dem Staubsauger durch die Wohnung. Nicht dass ich spioniere, aber dass die beiden keine Gardine am Fenster hatten störte mich ja nicht. Jedenfalls waren die beiden damals ordentlicher als ich es bin.

Ich hätte nie gedacht dass ich das einmal sage. Als bisher überwiegend links eingestellte Person bin ich stolz auf unsere Bundeskanzlerin. Sie macht einen guten Job und ich hoffe, sie macht das auch nächstes Jahr weiter. Denn uns geht es gut. Sehr gut. Denn “Wir sind das Volk”. Und die nicht pöbelnde Menge, die mit inhaltslosen Phrasen montags spazieren geht oder die Feierlichkeiten  zu unserem Nationalfeiertag stört. So national darf man übrigens auch in Deutschland sein, dass man stolz auf sein Land ist. Und von ein paar “Alternativen” abgesehen bin ich das.

Danke.

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Written by Nickeneck

3. Oktober 2016 at 12:00

Merchandising

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Dieses Jahr soll ja (wieder einmal) irgend so ein Fußballwettbewerb stattfinden. Sogar unser Gesetzgeber befasst sich damit und erlässt Ausnahmeregelungen beim Lärmschutz, damit die Fans auch nachts grölend durch die Gegend ziehen dürfen. Aber jedem so wie es gefällt.

Was mir dabei nicht gefällt ist, dass ich mich beispielsweise beim Einkaufen dieser Hysterie nicht entziehen kann. Es gibt kaum ein Produkt, das nicht in irgendeiner Form mit diesem Fußballquatsch bedruckt ist. Einfach alles! Die einzigen Produkte die nicht von so ein Fußballemblem geziert werden sind wahrscheinlich Tampons und Damenbinden. Erstens brauche ich die nicht und zweitens wird wahrscheinlich dann doch irgendwo ein Ball oder eine Landesflagge drauf sein.

Hoffentlich ist dieser Mist bald vorbei. Dabei hat es noch nicht mal angefangen.

Das war das! Best wishes.

Written by Nickeneck

4. Juni 2016 at 14:29

Veröffentlicht in Schöner shoppen in der Stadt

Reste

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Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Menschheit hat im Laufe der Jahrtausende unzählige tolle und hilfreiche Erfindungen gemacht. Menschen waren auf dem Mond, Raumsonden sind seit fast vierzig Jahren unterwegs und haben inzwischen unser Sonnensystem verlassen. Wir tauchen tausende Meter unter Wasser und sind dank Mobilfunk rund um die Uhr und zu jeder Zeit erreichbar und wir haben dank Internet Zugang zu (fast) jeder gewünschten Information.

Eigentlich sollte man meinen, es gibt nichts was es zu verbessern gäbe. Und doch ärgere ich mich regelmäßig über Kleinigkeiten, die der Erfindungsreichtum und der technische Fortschritt nicht aus der Welt schaffen.

Es geht um die Kunst der Verpackung und darum diese Verpackungen zu leeren. Ich stehe im Bad und möchte mir meine Zähne putzen. Die Zahnpastatube steht am Waschbecken und ich fühle (dank der Gravitationskräfte der Erde) dass sich noch Paste für bestimmt vier oder fünf Putzvorgänge in der Tube befindet. Trotz Quetschen, Rollen, Drehen  und sonstigen Verrenkungen ist es mir nicht möglich, den Zahnpastarest aus der Tube zu bekommen. Außer ein paar merkwürdigen Geräuschen gibt das Plastikknäuel nichts von sich. Die flouridhaltige Paste bleibt eingeschlossen.

Na gut, denke ich. Gehe ich eben unter die Dusche. Aber auch hier das gleiche Spiel. Die Flasche mit dem Duschgel ist fast alle aber man sieht dass sich auf dem Boden noch jede Menge der erfrischenden Substanz befinden. Das reicht locker für mindestens zwei Duschen!

Aber Denkste! Das Zeug läuft an der Flascheninnenwand hin und her. Es zieht Streifen, sammelt sich rund um die Austrittsöffnung – aber es kommt einfach nichts raus.

Warum ist die Menschheit nach all den Erfindungen nicht in der Lage Verpackungen so zu konstruieren, dass der Inhalt komplett und vollständig verwendet werden kann?

Das war das! Best wishes.

Written by Nickeneck

7. Februar 2016 at 10:30

Veröffentlicht in Mein Leben und ich

Weihnachten

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Es ist völlig gleich, welcher lineare Rundfunksender heute den Weg von meinem Empfangsgerät zu den Lautsprechern schafft. Ganz egal, ob man auf die üblichen Dudelfunksender zappt oder doch die etwas gemäßigteren Stationen auswählt. Alle Musikredakteure müssen sich abgesprochen haben. Die Playlist der Sender hört sich heute überall wie eine Endlosschleife aus folgenden Titeln an:

  • Chris Rea: Driving Home For Christmas
  • Wham!: Last Christmas
  • Paul McCartney: Wonderful Christmastime
  • Wham!: Last Christmas
  • Melanie Thornton: Wonderful Dream (Holidays Are Coming)
  • Wham!: Last Christmas
  • Mariah Carey: All I Want For Christmas Is You
  • Melanie Thornton: Wonderful Dream (Holidays Are Coming)
  • Wham!: Last Christmas
  • Bing Crosby: White Christmas
  • Chris Rea: Driving Home For Christmas
  • Wham!: Last Christmas
  • Band Aid: Do They Know It’s Christmas

Dazwischen werden einige “Klassiker” eingestreut, die von wechselnden Künstlern dargeboten werden:

  • Let It Snow
  • Winter Wonderland
  • Jingle Bells
  • Santa Claus Is Comin’ To Town
  • Rudolph The Red Nosed Reindeer

Und wenn das alles durchgespielt ist, geht es wieder von vorne los.

 

Bleibt für mich also nur, das Radio auszuschalten und den guten alten Plattenspieler in Drehung zu versetzen. Dort liegt das Orchester Jo Kurzweg und präsentiert seine Musikalische Schlittenfahrt.

In diesem Sinne … ich werfe jetzt noch mal den Staubsauger an.

Frohes Fest!

Das war das. Best wishes!

Written by Nickeneck

24. Dezember 2015 at 12:12

Veröffentlicht in Figaro, Intern

Meeresmineralien

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Auf meinem Duschgel steht in großen Lettern ENTHÄLT MEERESMINERALIEN . Aber selbst im Kleingedruckten kann ich nichts über die Wirkungen dieses Inhaltsstoffes finden.

Bekomme ich davon etwa Kiemen und Fischschuppen? Oder mutiere ich damit zu einem Seeteufel?

Fragen über Fragen …

Das war das! Best wishes.

Written by Nickeneck

18. November 2015 at 17:28

Wäscht nicht nur sauber, sondern rein

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Seit dem ersten Juli muss mein Leben auch ohne Bezahlfernsehen weiter gehen. Sky hat meine Karte nach der Kündigung deaktiviert und der Bildschirm auf diesen Sendern bleibt schwarz.

Beim Zappen durch die nun recht übersichtliche Senderliste kommen nun auch schneller die Werbeabspielstationen des Privatfernsehens. Und vorhin war ich echt sehr überrascht.

Da läuft doch ein Lied, das ich noch aus Kindertagen mitsingen kann. Damals, was wir im Regionalprogramm der ARD noch das bayerische Lokalfenster vom Ochsenkopf mit Überreichweiten gesehen haben. Das Lied ging so:

Mit einem Nachbarn voller Neid
Ist nicht gut Kirschen essen
Vorm Zaun bricht dann auch noch ein Streit
So kommt es zu Prozessen
Für Rechtsschutz sorgt die Allianz
Sie hilft Ihnen bei Klagen
Und eine höhere Instanz
Bereinigt die Streitfragen
Denn wer sich Allianz versichert
Der ist voll und ganz gesichert
Eine Allianz für’s Leben

Da macht doch der große Versicherungskonzern wieder Werbung wie in den Achtziger Jahren. So wie damals, als Werbung nicht nur um Billig Billig ging. Da gab es noch keine Geiz-ist-Geil-Spots, es wurden noch richtige kleine Geschichten erzählt.

Warum gibt es so etwas heute nicht mehr? Gut gemachte Werbung kann nämlich richtig Spaß machen!

Und damit es nicht nur um Versicherungen geht, könnten ja auch diese Firmen mal wieder alte Spots aufwärmen:

So, und nun wieder zum regulären Programm. Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an.

Das war das! Best wishes.

Written by Nickeneck

6. Juli 2015 at 20:55

Vier x Nein = Nein

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Liebes Sky Deutschland!

Jeder normale Mensch kann eigentlich mit der Aussage “Nein” etwas anfangen. Um es mit Wikipedia noch einmal ganz deutlich auszudrücken:

Nein ist die negative Antwort auf eine Frage, die positiv oder negativ beantwortet werden kann (Entscheidungsfrage), und bedeutet somit die Negation einer Aussage. In Hinblick auf Sprechhandlungen hat das Wort „nein“ unterschiedliche Bedeutungen; häufig bringt es einen Widerspruch zum Ausdruck oder fordert zum Unterlassen einer Tätigkeit auf. Das Gegenteil von Nein ist Ja.(Quelle: Wikipedia)

Es kann ja sein, dass ihr bei eurem ersten Anruf das NEIN nicht ganz verstanden habt. Also verzeihe ich euch den zweiten Anruf. Aber auch da habt ihr das NEIN nicht verstanden. Und beim dritten Anruf lautet die Antwort wieder NEIN. So schlecht ist die Mobilfunkverbindung in Deutschland dann doch nicht – ich jedenfalls habe eure Call-Center-Leute sogar mit der Freisprecheinrichtung im Auto und Fahrtgeräuschen sehr gut verstanden. Warum müsst ihr auch ein viertes mal bei mir anrufen und fragen ob ich mein Abonnement verlängern möchte? Die Antwort ist auch in der vierten Wiederholung NEIN!

Die monatlichen Kosten sind nicht das Problem. Obwohl, in letzter Zeit hat euer Programm auch ganz schon nachgelassen. Wenn ich gute Filme sehen will für die ich einen Haufen Geld bezahle und Kinofeeling erleben möchte, dann stören mich die Werbeeinblendungen und Programmhinweise beim Abspann. So etwas gibt es in einem richtigen Kino auch nicht. Die früher einmal sehr interessante Dokumentationssender zeigen nur noch billig eingekaufte und schlecht synchronisierte Pseudo-Dokus aus Amerika. Die kann ich zur Not auch auf N24 ansehen. Der einzig gute Musiksender Jukebox ist mittlerweile auch mit Werbung zugemüllt und bringt im direkten Vergleich mit dem Free-TV-Äquivalent keine Premium-Vorteile. Aber das Programm ist nicht das Problem.

Was mich letztlich zu dem Schritt der Beendigung unserer Beziehung geführt hat ist eure Bevormundung. Es gefällt mir nicht, wie ihr mich in meinen Entscheidungen einschränkt und mich gängelt. Wie ihr mir angebliche Vorteile verkaufen wollt, die nur Nachteile sind.

Die Jugendschutz-PIN hat sicherlich ihren Sinn. Aber in einem Haushalt in dem sämtliche Bewohner den neunundzwanzigsten Geburtstag schon seit vielen Jahren feiern müssen bestimmte Filme nicht mehr durch eine leicht knackbare Jugendschutz-PIN gesichert werden.

Ich möchte das Programm auf meinem Recorder aufzeichnen. Meinen Recorder habe ich mir nämlich nach meinen Bedürfnissen konfiguriert. So habe ich dort die für mich wichtigen Sender auf den von mir gewünschten Programmplätzen abgespeichert. Ich will nicht vorgeschrieben bekommen, dass auf Programmplatz 100 dieser Sender und auf 115 der andere Sender liegt. (Dort habe ich übrigens die Einkaufssender oder solch hochwertige Programme wie Astro-TV abgelegt.)

Wie oft muss ich euch sagen, dass mir diese Gängelei nicht gefällt und ich deshalb gekündigt habe? Was ist so schwer zu begreifen wenn ich dir vier mal sage dass ich meine Smartcard auch einmal im Zweitgerät in der Küche oder im Schlafzimmer nutzen will. Das geht mit einer gepairten (verheirateten) Karte nicht mehr. Und ich möchte einen Empfänger, der sich nicht jede Nacht ungefragt Programmteile lädt, die ich sowieso nicht sehen will weil mir Bezahlfilme zusätzlich zum Abo einfach zu teuer sind. Von den Stromkosten für diese unnötige Aktion ganz zu schweigen.

Liebes Sky Deutschland!

Mein Abo endet zum 30.06.2015. So wie ihr es in der Kündigung gelesen und so wie ihr es auch schon schriftlich bestätigt habt. Ihr braucht nicht mehr bei mir anzurufen, meine Antwort bleibt (einzige Ausnahme: Weiternutzung der S02-Karte) NEIN. Aber das Wort kennt ihr scheinbar nicht.

Das war das! Best wishes.

Written by Nickeneck

17. Juni 2015 at 17:27

Veröffentlicht in Mattscheibe

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