Eigentlich …

… würde ich jetzt nicht auf meiner Couch sitzen und Tee trinken. Eigentlich würde ich jetzt den Koffer packen und das Auto beladen. Eigentlich würde ich heute früh ins Bett gehen, weil ich morgen früh zeitig an die Ostsee fahren würde.

Vor zwei Jahren habe ich – damals recht spontan – eine Woche Frühjahrsurlaub auf Rügen gemacht. Das war ziemlich anders als sonst im Spätsommer und es war schön. Deshalb hatte ich auch letztes Jahr für Ende März „meine“ Ferienwohnung gebucht. Dann wurde durch den ersten Lockdown alles abgesagt.

Auch bei der Reise im Herbst habe ich gleich wieder „meine“ Ferienwohnung für die letzte März-Woche reserviert und ich war guter Dinge. Bis zuletzt. Doch vor wenigen Tagen habe ich eine Mail von der Insel erhalten, dass es auch dieses Jahr nichts mit dieser Reise wird.

Ich bin darüber traurig, denn eines Auszeit mit Meeresrauschen, kaltem Ostsee-Wind und Wanderungen am Strand ohne Menschen wäre jetzt genau richtig. Aber es soll nicht sein.

Es soll halt so sein. Aber statt wie viele innerhalb und außerhalb meiner Facebook-Blase stelle ich mich nicht hin und poste grenzwertige Hasskommentare, dass mich unsere Regierung einsperren würde und mich meines Grundrechts auf Reisefreiheit berauben würde. Ein Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen lässt das im Moment eben nicht zu!

Klar, ich könnte jetzt sagen dass ich zur Zeit ohnehin ganz allein dort oben wäre. Dass ich dort ja sowieso keinen Menschen treffen würde und dass ich dort dann auch nirgendwo mal essen gehen kann, weil ja die Gaststätten zu haben. Das wäre aber nur ich als Einzelperson. Was ist aber mit den anderen Leuten, die ebenfalls jetzt dorthin fahren wollten? Das wären schon wieder mehr Menschen und damit auch mehr unbekannte Kontakte die der Verbreitung der Infektion förderlich sein könnten.

Also bleibe ich zu Hause, denn ich habe Verständnis für die (meisten) Maßnahmen die unsere Regierung vorgibt. Denn hier geht es um Dinge, bei denen ich mich nicht auskenne. Ich kann mit Zahlen umgehen und Formulare ausfüllen. Aber ich habe keinen blassen Schimmer von Viren und Infektionen. Deshalb überlasse ich das den Fachleuten und spiele mich in den Kommentarspalten der Nachrichtenportale und sozialen Netzwerke nicht als Mediziner, Virologe, Statistiker, Pädagoge oder Wirtschaftler auf.

Klar, ich könnte jetzt ganz schnell Malle buchen. Denn dort darf man hinfliegen. Doch was soll ich da? Bei Instagram Fotos meiner Füße vor dem Mittelmeer veröffentlichen? Nein, das fände ich egoistisch gegenüber den Leuten die zu Hause im Lockdown hocken. Die Welt geht davon nicht unter weil ich jetzt sofort nicht verreisen kann. Lieber bleibe ich jetzt zu Hause und kann dafür in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren noch das Meer sehen als jetzt noch ein einziges mal und dann später nie wieder weil ich die Intensivstation sicherheitsverpackt in Richtung Bestatter verlassen musste.

Nun denn, ihr werdet also auf die täglichen Fotos vom Frühstückstisch mit Meerblick verzichten müssen.

Das war das. Best wishes!

Berlin, Berlin

Kennt ihr Lolle? Charlotte Holzmann aus Malente?

Lolle (Felicitas Woll) hat gerade ihr Abitur in der Tasche und weil ihr Freund mit ihr Schluss macht fährt sie ihm hinterher nach Berlin und … naja, jedenfalls entspinnt sich daraus eine kurzweilige Fernsehserie in vier Staffeln über diverse Wirrungen in Lolle’s On-Off-Beziehung zu ihrem Cousin Sven (Jan Sosniok). Witzig waren damals die eingestreuten Comic-Sequenzen und süß fand ich Alex (Matthias Schloo).

Dieses Jahr sollte dann – 15 Jahre nach dem Ende der Serie – ein Film in die Kinos kommen. Wegen Corona hat sich nun Netflix „erbarmt“, den Aufguss ins Programm zu nehmen. Also gleich mal reingeschaut.

Wer jetzt als ehemaliger Fan der Serie eine Fortsetzung erwartet, wird ganz arg enttäuscht sein. Das war ja aber beinahe schon im Vorfeld abzusehen, bei „Türkisch für Anfänger“ hat es ja auch nicht funktioniert.

Über den Inhalt des Films kann ich leider nicht viel sagen, weil ich nach etwa einer halben Stunde auf die Stopp-Taste gedrückt habe weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

Jan Sosniok als Sven ist ganz schön alt geworden. Das ist der Lauf der Dinge und es macht ihn durchaus interessant. Aber sonst hat der Film mit der Serie eigentlich ganr nichts gemeinsam, von ein paar Schauspielern und dem Titel mal abgesehen.

Es fehlt der Titelsong „Never Give Up“. Und die Comic-Einspieler wurden jetzt am Computer generiert und haben absolut nichts mehr mit dem handgemachten Charme von damals zu tun. Die Story an sich wirkt – jedenfalls bis zu dem Punkt wo ich abgeschaltet habe – langweilig und ohne Sinn, so als hätten die Macher sich unter Zwang etwas aus den Finger gesaugt.

Jedenfalls habe ich jetzt meinen DVD-Player angeworfen und die alte Serie eingelegt. In der Hoffnung, dass die guten Erinnerungen an „Berlin, Berlin“ den schlechten Film überdecken können.

Das war das. Best wishes!

Es war einmal ein Pinguin

Ich bin ja ein Kind der analogen Generation. Damals, als ich klein war, gab es noch kein Internet und keine Tablets. Da konnte man noch nicht „Bob, der Baumeister“ oder bonbonfarbene luftballonartige Animationsfiguren in Dauerschleife auf Youtube ansehen. Nein, wir hatten noch echte Bücher, als ganz kleines Kind sogar Bilderbücher.

Einige dieser Bilderbücher wurden inzwischen wieder neu aufgelegt. „Wie Mauz und Hoppel Freunde wurden“ kann man heute wieder kaufen oder auch „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt„. Ein Buch, an das ich mich auch heute – viele Jahrzehnte später – noch sehr gut erinnern kann ist „Es war einmal ein Pinguin„. Das Exemplar aus meinen Kindertagen hat sich irgendwann in Luft aufgelöst. Zuerst in einzelne Pappseiten, danach war es ganz weg. Eine Neuauflage gibt es nicht. Und für gebrauchte Exemplare war als Staus in allen bekannten und unbekannten Onlineplattformen und sogar bei örtlichen Antiquariat-Buchhandlungen nur der Status „Derzeit nicht verfügbar“ zu finden.

Jedenfalls bis vor wenigen Tagen. Da hat mir meine Wunschliste plötzlich signalisiert, dass ein Artikel jetzt verfügbar ist. Gebraucht, Zustand gut. Und zu einem Preis, für den man ganz schön lange arbeiten muss. Und trotzdem nur halb so teuer wie meine selbstgesetzte Obergrenze. Ohne zu überlegen habe ich auf den Bestell-Button geklickt und schon drei Tage später hat mir der Postbote ein kleines Päckchen aus Dresden gebracht.

Beim Auspacken hatte ich Pipi in den Augen. Alle Bilder hatte ich noch im Hinterkopf und auch der Text kam sofort wieder komplett in mein Gedächtnis. Bis auf eine paar Abdrücke einer Beiß-Attacke an der Oberseite ist das Büchlein trotz seines Alters sehr gut erhalten. Und ich war und bin das glücklichste Kind der Welt.

Warum das Buch so besonders ist? Ich weiß es nicht. Auch andere Leute meines Alters kennen diese Geschichte nicht. Wahrscheinlich war das Buch deshalb so besonders.

Wer jetzt wissen möchte, was es mit dem Pinguin auf sich hat der muss mal auf meinen Twitter-Feed schauen. Dort gibt es im Moment als kleine Auflockerung in der jetzigen Zeit jeden Abend eine neue Seite zum anschauen und nachlesen.

Es war einmal ein Pinguin

Auch als die Sonne ihn beschien

war er sehr traurig und nicht froh

Und das kam so:

EsWarEinmalEinPinguin

Das war das! Best wishes.

Ich bin ein Star

Freitag Abend in der zweiten Woche des Jahres 2020. Der Kölner Privatsender RTL schickt wieder einige mehr oder weniger – naja, eher weniger – Promin-Enten in den australischen Dschungel. Von nun an beginnen wieder die zwei Wochen, in denen auf meinem Bewegtbilddarstellungsapparat der werbeüberfrachtete Trash-Sender in Erscheinung treten darf. RTL kommt mir ja sonst nicht auf die Mattscheibe. Und ehrlich gesagt aschäme ich mich dafür, nicht auch noch diese zwei Wochen im Jahr standhaft zu bleiben. Aber wie heißt es so schön? Wenn man das ganze Jahr anständig ist darf man auch mal kurzzeitig über die Stränge schlagen.

Also zogen gestern wieder zwölf (oder waren es dreizehn?) Individuen an die Lagerstätte unter trockenen Blättern. Und ich gebe zu, dass ich so gut wie keinen davon kenne. Die Erfahrung zeigt, dass sich die bunte Truppe in der Regel aus Teilnehmern anderer zweifelhafter Formate aus dem RTL-Kosmos zusammensetzt. Und weil RTL eben fünfzig Wochen im jahr auf den hinteren Programmplätzen meiner Satellitenanlage sein Schattendasein fristen muss bin ich darüber leider nicht mehr so gut informiert wer dort schon dabei war und nun im Recyclingkreislauf des Senders wieder auf die Zuschauer losgelassen wird.

Das Fazit nach der ersten Sendung ist nun, dass ich als ehemaliger DDR-Bürger nur den Ex-Minister Günther Krause kenne. Und der musste gestern schon wieder abtreten. Nun ja, in Rücktritten hat er hat Erfahrung. Vom Rest der Sippe kenne ich nur die beiden Moderatoren, wobei ich mir nicht sicher bin ob das noch die echte Sonja Zietlow ist oder nur ein Duplikat. Über die Jahre hinweg wurde ihr Gesicht scheinbar immer unbeweglicher und künstlicher, inzwischen ist von einer natürlichen Mimik nicht mehr viel übrig.

Die anderen Kandidaten waren in ihren Vorstellungsrunden zwar alle der Meinung, dass man sie aus irgendwelchen Bachelor-Casting-Serien oder als Ex-Partner von anderen unbedeutenden Auswanderer-Schlagerbarden kennen müsste, trotzdem musste ich viele Namen erst mal googlen und bin jetzt trotzdem nicht schlauer. Egal, der Zickenkrieg wird sich in den nächsten Tagen schon einstellen. Außerdem ist Micky Beisenherz wieder vor Ort und der wird schon den Moderatoren einige Gehässigkeiten in den Mund legen.

Nehmen wir die Sache einfach nicht zu ernst. Die Insassen bekommen sicherlich eine Menge Geld dafür, sich dort zum Appel zu machen. Wem das Format zu doof ist, der soll eben zu Arte umschalten (mache ich in zwei Wochen auch wieder). Und wer Spaß daran hat, schaut die nächsten Abende eben zu. Mehr bissige Kommentare von mir dazu gibt es wie immer bei Twitter.

Das war das! Best wishes.

 

PS: Ich habe ja nun auch einen Instagram-Account, ein Twitter-Profil und diesen vernachlässigten Blog hier. Damit bin ich doch eigentlich auch ein Influencer und eine Person des öffentlichen Lebens. Das sind doch beinahe ideale Voraussetzungen dass RTL nächstes Jahr mal bei meinem Management bezüglichh einer IBES-Teilnahme anfragen müsste.

Wiederentdeckt

Frühjahrsputz. Nicht in der Wohnung, sondern auf dem Computer. Und da kommen mitunter längst vergessene Dinge zum Vorschein.

So auch in den Lesezeichen meines Browsers. Dort fand ich im Bereich Social Media einen Bereich „Blogs“ und dort war ein Link zu diesem Blog versteckt. Seit beinahe drei Jahren habe ich da gar nicht mehr so richtig daran gedacht und seitdem den letzten Beitrag veröffentlicht. Inzwischen kann man bei Twitter oder Instagram ja auch viel schneller kurze Statements veröffentlichen, die dann ohnehin keiner wirklich liest.

Trotzdem habe ich mir mal meine geistigen Ergüsse aus den letzten Jahren angesehen und dabei so einige interessante, lustige und auch sinnfreie Beiträge gefunden. Ist das alles wirklich schon so lange her? Warum habe ich damals nicht weiter geschrieben? Wäre ich ein berühmter Schriftsteller würde man das wahrscheinlich eine „Schreibblockade“ nennen. Weil ich nun aber weder Schriftsteller noch berühmt bin, hatte ich einfach keine Ideen.

Nun, jetzt da ich diesen Blog wiedergefunden habe werde ich hoffentlich mal wieder öfter meine Gedanken zu Papier zu Bildschirm bringen.

Das war das! Best wishes.

Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit

Eigentlich läuft dieser Blog mit dem Untertitel “Gedanken, die die Welt nicht braucht”. Der heutige Beitrag passt aber nicht so richtig in dieses Schema.

Heute ist der 3. Oktober. Seit 26 Jahren ist das in Deutschland der Nationalfeiertag, weil sich heute vor 26 Jahren zwei deutsche Staaten wiedervereinigt haben.

Es wäre eigentlich ein Grund stolz auf das zu sein, was wir erreicht haben. Die vom damaligen Bundeskanzler versprochenen “Blühenden Landschaften” gibt es noch nicht überall. Und trotzdem geht es uns Menschen gut. Denen im Osten und auch denen im Westen. Und den meisten geht es einfach nur zu gut. Viel zu gut.

Wir sollten stolz darauf sein, dass wir als wirtschaftlich starkes Land in Europa und in der Welt einen Platz gefunden haben. Niemand muss bei uns Hunger leiden. Wir verlassen morgens das Haus um zur Arbeit zu gehen und wir müssen keine Angst davor haben, durch sinnlose Gewalt und Krieg unser Leben zu verlieren. Wir können in den Supermarkt gehen und uns Nahrung kaufen die wir wollen, nur weil es uns schmeckt. Und nicht weil wir hungern. Wir fahren dicke Autos und haben alle zwei Jahre ein neues topmodernes Smartphone.

Das alles haben wir gemeinsam geschafft. In den letzten 26 Jahren mit unterschiedlicher politischer Richtung, aber es ging immer vorwärts. Und dafür sollten wir dankbar sein und diese Dankbarkeit mit den Menschen teilen, denen es nicht so gut geht. Immer ging es nur aufwärts. Die Zahl der Arbeitslosen wurde massiv gesenkt. Wer keine Arbeit hat oder nur wenig verdient hat die Möglichkeit Unterstützung zu erhalten. Unterstützung, die von allen kommt. Einige sehen diese Unterstützung aber als Selbstverständlichkeit an und haben nun – in dieser Zeit in der fremde Menschen unsere Hilfe benötigen – Angst davor etwas von ihrer Bequemlichkeit zu verlieren.

Die mir bekannten Leute die immer wieder schreien dass ihnen die Flüchtlinge die Arbeitsplätze wegnehmen, die haben seit vielen Jahren keinen Arbeitsplatz gehabt. Statt dessen wird in sozialen Netzwerken noch darüber geschimpft dass man wegen einer “Scheiß Maßnahme” früh um acht Uhr aufstehen muss und dann den ganzen Tag das RTL-Programm versäumt.

Überall verbreiten sich Meldungen über angebliche Übergriffe. Über Unhöflichkeit, Diebstahl, Verwahrlosung. Und diese Meldungen verbreiten sich rasend schnell. Aber keiner kann einem einen konkreten Zwischenfall aus eigener Erfahrung schildern. Immer nur Gerüchte.

Meine Erlebnisse beschränken sich darauf, dass mich die beiden jungen Männer im Discounter vor einiger Zeit an der Kasse vorgelassen haben. Ihr Einkaufskorb war voll, ich hatte nur zwei Kartons Milch. Sie haben mir zugenickt und das fand ich nett. Und nicht so egoistisch wie der alte Rentner, der einen kompletten Einkaufswagen voll Einwegflaschen einzeln in den Leergutautomaten wirft und mich deshalb zehn Minuten mit einem einzigen Mehrweg-Kasten warten lässt (Für Unwissende: Bei einem Mehrweg-Kasten werden gleich zwölf Flaschen auf einmal angenommen, geht viel schneller.)

Oder letztes Jahr die beiden, die in der Wohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Dort wurde jeden Tag das Bett gemacht und regelmäßig zog einer der beiden Männer mit dem Staubsauger durch die Wohnung. Nicht dass ich spioniere, aber dass die beiden keine Gardine am Fenster hatten störte mich ja nicht. Jedenfalls waren die beiden damals ordentlicher als ich es bin.

Ich hätte nie gedacht dass ich das einmal sage. Als bisher überwiegend links eingestellte Person bin ich stolz auf unsere Bundeskanzlerin. Sie macht einen guten Job und ich hoffe, sie macht das auch nächstes Jahr weiter. Denn uns geht es gut. Sehr gut. Denn “Wir sind das Volk”. Und die nicht pöbelnde Menge, die mit inhaltslosen Phrasen montags spazieren geht oder die Feierlichkeiten  zu unserem Nationalfeiertag stört. So national darf man übrigens auch in Deutschland sein, dass man stolz auf sein Land ist. Und von ein paar “Alternativen” abgesehen bin ich das.

Danke.

Merchandising

Dieses Jahr soll ja (wieder einmal) irgend so ein Fußballwettbewerb stattfinden. Sogar unser Gesetzgeber befasst sich damit und erlässt Ausnahmeregelungen beim Lärmschutz, damit die Fans auch nachts grölend durch die Gegend ziehen dürfen. Aber jedem so wie es gefällt.

Was mir dabei nicht gefällt ist, dass ich mich beispielsweise beim Einkaufen dieser Hysterie nicht entziehen kann. Es gibt kaum ein Produkt, das nicht in irgendeiner Form mit diesem Fußballquatsch bedruckt ist. Einfach alles! Die einzigen Produkte die nicht von so ein Fußballemblem geziert werden sind wahrscheinlich Tampons und Damenbinden. Erstens brauche ich die nicht und zweitens wird wahrscheinlich dann doch irgendwo ein Ball oder eine Landesflagge drauf sein.

Hoffentlich ist dieser Mist bald vorbei. Dabei hat es noch nicht mal angefangen.

Das war das! Best wishes.

Reste

Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Menschheit hat im Laufe der Jahrtausende unzählige tolle und hilfreiche Erfindungen gemacht. Menschen waren auf dem Mond, Raumsonden sind seit fast vierzig Jahren unterwegs und haben inzwischen unser Sonnensystem verlassen. Wir tauchen tausende Meter unter Wasser und sind dank Mobilfunk rund um die Uhr und zu jeder Zeit erreichbar und wir haben dank Internet Zugang zu (fast) jeder gewünschten Information.

Eigentlich sollte man meinen, es gibt nichts was es zu verbessern gäbe. Und doch ärgere ich mich regelmäßig über Kleinigkeiten, die der Erfindungsreichtum und der technische Fortschritt nicht aus der Welt schaffen.

Es geht um die Kunst der Verpackung und darum diese Verpackungen zu leeren. Ich stehe im Bad und möchte mir meine Zähne putzen. Die Zahnpastatube steht am Waschbecken und ich fühle (dank der Gravitationskräfte der Erde) dass sich noch Paste für bestimmt vier oder fünf Putzvorgänge in der Tube befindet. Trotz Quetschen, Rollen, Drehen  und sonstigen Verrenkungen ist es mir nicht möglich, den Zahnpastarest aus der Tube zu bekommen. Außer ein paar merkwürdigen Geräuschen gibt das Plastikknäuel nichts von sich. Die flouridhaltige Paste bleibt eingeschlossen.

Na gut, denke ich. Gehe ich eben unter die Dusche. Aber auch hier das gleiche Spiel. Die Flasche mit dem Duschgel ist fast alle aber man sieht dass sich auf dem Boden noch jede Menge der erfrischenden Substanz befinden. Das reicht locker für mindestens zwei Duschen!

Aber Denkste! Das Zeug läuft an der Flascheninnenwand hin und her. Es zieht Streifen, sammelt sich rund um die Austrittsöffnung – aber es kommt einfach nichts raus.

Warum ist die Menschheit nach all den Erfindungen nicht in der Lage Verpackungen so zu konstruieren, dass der Inhalt komplett und vollständig verwendet werden kann?

Das war das! Best wishes.

Weihnachten

Es ist völlig gleich, welcher lineare Rundfunksender heute den Weg von meinem Empfangsgerät zu den Lautsprechern schafft. Ganz egal, ob man auf die üblichen Dudelfunksender zappt oder doch die etwas gemäßigteren Stationen auswählt. Alle Musikredakteure müssen sich abgesprochen haben. Die Playlist der Sender hört sich heute überall wie eine Endlosschleife aus folgenden Titeln an:

  • Chris Rea: Driving Home For Christmas
  • Wham!: Last Christmas
  • Paul McCartney: Wonderful Christmastime
  • Wham!: Last Christmas
  • Melanie Thornton: Wonderful Dream (Holidays Are Coming)
  • Wham!: Last Christmas
  • Mariah Carey: All I Want For Christmas Is You
  • Melanie Thornton: Wonderful Dream (Holidays Are Coming)
  • Wham!: Last Christmas
  • Bing Crosby: White Christmas
  • Chris Rea: Driving Home For Christmas
  • Wham!: Last Christmas
  • Band Aid: Do They Know It’s Christmas

Dazwischen werden einige “Klassiker” eingestreut, die von wechselnden Künstlern dargeboten werden:

  • Let It Snow
  • Winter Wonderland
  • Jingle Bells
  • Santa Claus Is Comin’ To Town
  • Rudolph The Red Nosed Reindeer

Und wenn das alles durchgespielt ist, geht es wieder von vorne los.

 

Bleibt für mich also nur, das Radio auszuschalten und den guten alten Plattenspieler in Drehung zu versetzen. Dort liegt das Orchester Jo Kurzweg und präsentiert seine Musikalische Schlittenfahrt.

In diesem Sinne … ich werfe jetzt noch mal den Staubsauger an.

Frohes Fest!

Das war das. Best wishes!

Meeresmineralien

Auf meinem Duschgel steht in großen Lettern ENTHÄLT MEERESMINERALIEN . Aber selbst im Kleingedruckten kann ich nichts über die Wirkungen dieses Inhaltsstoffes finden.

Bekomme ich davon etwa Kiemen und Fischschuppen? Oder mutiere ich damit zu einem Seeteufel?

Fragen über Fragen …

Das war das! Best wishes.