Archiv für die Kategorie ‘Nachtgedanken’
Hitze
Puh, war das heute warm draußen. Nach den in den letzte Wochen durchweg zweistelligen Minustemperaturen war es heute praktisch frühsommerlich warm. Trotz Verzicht auf langärmelige Schlüpfer verursachten die 4 Grad unter Null heute Nachmittag beinahe Schweißausbrüche. Und es soll in den nächsten Tagen noch wärmer werden.
Das war das! Best wishes.
Illuminiert
Mal ganz abgesehen davon dass ich diese neumodischen und amerikanisierten Illuminationswettbewerbe und den leuchtenden Größenwahn der sich gegenseitig übertrumpfenden LED-bestückten Rentiere, Schnee- und Weihnachtsmänner, Eiszapfen und Sterne überhaupt nicht mag – dass aber einige Leute es so eilig haben und die Lichtorgeln schon am Totensonntag ans Stromnetz anschließen, ist erst recht schlimm.
Dabei ist doch erst nächste Woche der erste Advent!
Das war das! Best wishes.
Sieben Milliarden
In knapp zwei Stunden, so sagt es der Zählerstand der Weltbevölkerungsuhr, leben auf der Erde sieben Milliarden Menschen. Das ist schon ganz schön viel, immerhin ist das eine Sieben mit neun Nullen hinten dran. In einem Interview mit irgendeinem Experten habe ich gelesen, dass das doch nicht so viele sein sollen. Die ganzen sieben Milliarden Leute würde man auf die Insel Mallorca setzen können, der Platz würde dort ausreichen. Fraglich ist natürlich was passiert, wenn dort alle am Ballermann ihren Sangria saufen. Ich glaube das wird ein ziemliches Chaos. Na gut, ich bleibe einfach zu Hause und komme nicht mit nach Malle.
Passend dazu habe ich bei Mutter BBC ein Gimmick gefunden, mit dem man sich ausrechnen lassen kann, welche Nummer man selber hat. Ich beispielsweise war zum Zeitpunkt meiner Geburt der 3.630.729.777. Mensch. Bisher haben auf der Erde – so die BBC – 77.727.686.549 Menschen gelebt.
Und was wollte ich jetzt damit sagen? Eigentlich nichts, ich fand die Zahlen nur ziemlich interessant.
Das war das! Best wishes.
Teespruch
When you cannot listen, you cannot speak.
Der Spruch stand heute auf dem Anhängsel an meinem Yogi-Tea-Teebeutel. Gefällt mir!
Das war das! Best wishes.
Haarfrei
Wer hat sie nicht schon mal gesehen, diese zwielichtigen Verkaufsshows und Produktpräsentationen bei einigen drittklassigen Fernsehanbietern. Heute habe ich beim Zappen auf einem dieser Sendeanstalten die vollmundigen Versprechungen für ein Haarentfernungsprodukt gesehen. Ich kann aber nicht sagen, ob es sich dabei und ein technisches Gerät oder eher ein chemisches Produkt handelte, weil ich gleich weiter gezappt habe.
Trotzdem ist es schon sehr paradox, dass einerseits für die Haarentfernung geworben wird – ein anderer Sender zur gleichen Zeit wahrscheinlich ein Wundermittel gegen Haarausfall anbietet. Manche Leute (ich eingeschlossen) wären froh, wenn sich die Haupthaare doch nicht so ganz eilig von allein entfernen würden. Schon deshalb boykottiere ich Haarfrei-Werbung!
Das war das! Best wishes.
Mondfinsternis
Da soll nun heute Mondfinsternis sein und der Himmel hängt voller Wolken. So was Blödes aber auch, da sieht man ja gar nichts! Deswegen gehe ich jetzt ins Bett.
Das war das! Best wishes.
Herr Herrmann
Es ist schon etwas übertrieben, dass “Herr Herrmann” gleich dreifach betonen muss, wer der “Herr” im Hause ist. Aber wie heißt eigentlich seine Frau? Frau Herrmann ist irgendwie widersprüchlich.
Was einem so manchmal durch den Kopf geht ist schon eigenartig.
Das was das! Best wishes.
Unbekannt
Meine beste Freundin war gestern mit einem Bekannten zum Kaffee verabredet. Sie trafen sich in einem In-Café ihrer Heimatstadt. Schön und gut.
Heute hat sie mir erzählt, dass sie dort im Café ein junges hübsches Kerlchen angelächelt und angesprochen und sich dann nach meinem Wohlbefinden erkundigt hätte.
Jetzt rätseln wir schon die ganze Zeit, wer dieser Typ ist. Wir wissen es aber nicht. Der Typ müsste meine Freundin und mich kennen. Wir beiden müssten den Typ kennen. Es wäre schon ein ganz ganz komischer Zufall, wenn der Typ meine Freundin mit jemand anderem verwechselt hätte und diese andere rein zufällig auch noch einen Freund mit meinem Namen hätte. Und mit “so um die 20” finde ich den Typ auch etwas jung.
Sachdienliche Hinweise zur Identität des Unbekannten werden über die bekannten Kommunikationskanäle – auf Wunsch auch vertraulich – gerne entgegen genommen. Als Belohnung spendiere ich einen Kinobesuch.
Das war das! Best wishes.
Umschwung
Es ist schon irgendwie verrückt. Vor einer Woche hatten wir Frost und noch einmal ein bisschen Schnee. Und heute? Heute herrscht beinahe Hochsommer draußen. Irgendwie ist das schon verrückt.
Das war das! Best wishes.
Strom kommt aus der Steckdose
Nach den verheerenden Ereignissen der letzten Woche in Japan ist auch in Deutschland wieder mal die nicht enden wollende Diskussion um Für und Wider von Kernkraftwerken entbrannt.
Es ist nicht so, dass ich Atomkraftwerke befürworte. Allerdings verstehe ich die Menschen und die Hysterie nicht. Vielleicht werde ich für meine Meinung auch gesteinigt und geschlagen, ist aber auch egal.
Diejenigen, die so vehement für die Abschaltung von AKWs streiten, sollten lieber vernünftige Alternativen anbringen, statt nur zu fordern. Doch bei vernünftigen Alternativen sind halt auch die Umweltschützer und die Kernkraftgegner mit ihrem Latein am Ende.
Wenn wir die Sache mit der Atomabschaltung einfach mal bis zu Ende denken, kommen wir zu folgenden Ergebnissen:
- Der ganze Müll der AKWs muss irgendwie entsorgt werden – das Problem der Endlagerung ist also damit auch nicht erledigt.
- Um den Energiehunger zu stillen, müssten sicher konventionelle Kraftwerke verstärkt arbeiten oder neu entstehen – mit der Folge, dass der CO2-Ausstoß wohl eher ansteigt als gesenkt wird
- Windkraftanlagen sind toll und umweltfreundlich – wenn sie woanders stehen. Oder warum klagen so viele Betroffene über Störungen durch die Geräuschentwicklung und den Schattenwurf der Flügelräder?
- Solarkraftwerke? Erstens haben wir dazu hier zu wenig Sonne und die Anwohner werden sich dann wieder über Reflektionen aufregen.
- Der Strom muss ja auch irgendwie zur Steckdose transportiert werden. Das passiert normalweise über größere und kleiner Überlandleitungen – aber die sollten doch bitteschön über andere Grundstücke gehen und nicht die Landschaft verschandeln.
- Machen wir unsere AKWs zu und haben ein reines Gewissen – holen wir uns lieber Atomstrom aus Frankreich, Tschechien und sonst wo.
Die Liste könnte man jetzt noch beliebig verlängern. Irgendwer hat irgendwo immer etwas zu meckern und ganz ohne Eingriff in die Umwelt geht nirgendwo etwas. Klar ist Atom gefährlich – die Alternativen aber auch! Ganz gleich, welche Variante man sich ansieht, ein “Restrisiko” bleibt immer – und das größte Risiko ist und bleibt der Mensch selbst.
Das ist so ähnlich als wenn ich über einen drei Kilometer entfernten Mobilfunkmast und dessen gefährliche Strahlung bei mir Gesundheitsstörungen verursachen könnte – aber die Basisstation des DECT-Telefons steht auf dem Nachttisch und meine drei Handys liegen gleich daneben.
Nur keiner will und kann auf die Bequemlichkeit verzichten – der Strom kommt ja schon immer aus der Steckdose.
So, und jetzt macht mich fertig wegen meiner Meinung!
Das war das! Best wishes.
